Shannon-Erne-Waterway

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Durch die Wiedereröffnung des alten "Ballinamore-Ballyconnell Canal" im Jahr 1994, der nun "Shannon-Erne-Waterway" genannt wird, wurde eine herrliches Fahrgebiet in einer einzigartigen und natürlichen Landschaft wiederbelebt. Diese Wasserstraße, die aus kleinen Flüsschen, Kanälen und Seen besteht, verbindet den Shannon und den Erne. 34 Steinbrücken und 16 Schleusen finden sich auf der malerischen Strecke, die sich durch die natürliche und unverbaute irische Landschaft windet. Für jede Schleusung muß man etwa 15 Minuten rechnen, für die gesamte Strecke von 62,5 Kilometern benötigt man etwa 13 Stunden.

Während des 18. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand in Irland ein Netzwerk von Wasserstraßen, einschließlich des Newry Canals, des ersten Talwasserscheide, die in Irland und Großbritannien gebaut wurde.

Obwohl die Arbeiten, um den Woodford River befahrbar zu machen, bereits Ende des 18. Jahrhunderts begonnen hatten, hat es bis 1846 gedauert, bis endlich die Aushubarbeiten für den Ballinamore-Ballyconnell Canal begannen. Für die Verbindung von Flüssen und Seen mit Seen ohne offensichliche Zuflüsse zeichnete der Ingenieur John McMahon verantwortlich. Als sein Projekt 14 Jahre später kurz vor der Vollendung stand triumphierte die notwendig gewordene Trockenlegung der Gegend über das Verkehrsvorhaben und Einsparmaßnahmen sorgten dafür, daß Lecks entstanden und Uferböschungen einbrachen. Gerade einmal acht Boote hatten diese Wasserstraße in ihrer nur neunjährigen Geschichte passiert. Die Dampfzüge bedeuteten dann das Ende für den Ballinamore-Ballyconnell Canal, der darauf 1869 stillgelegt wurde.

Als dann in den 1980er mit der Restauration begonnen wurde, hatten 120 Jahre der Vernachlässigung aus der Waserstraße einen traurigen, von Unkraut überwucherten Kanal mit eingebrochenen Brücken und fehlenden Schleusen gemacht. Die alten Brücken wurden mit den originalen Steinen wieder aufgebaut und die Wasserstraße ist nun wieder befahrbar und die neuen Schleusen werden durch ein modernes, hydraulisch gesteuertes System per Knopfdruck bedient.

Der Kanalabschnitt wird über eine Reihe von acht Schleusen geregelt, die die Treppe vom Shannon bis zum Lough Scur, einem herrlichen See, darstellen.

Talwärts geht es zum Lough Erne über weitere acht Schleusen. Dabei tuckern Sie durch Ballinamore und Ballyconnell, vor allem in Anglerkreisen wohlbekannt, und die Orte, von denen der Kanal ursprünglich seinen Namen hatte. An der letzten Schleuse findet sich ein kleiner Hafen, wo der Woodford River in östlicher Richtung fließt, um dann in den Erne zu münden.

Es gibt keine größeren Städte an diesem herrlichen Gewässer. Reedböschungen entlang der kleinen Seen und Heckenreihen grenzen an bunten Feldern, ein großartiges Rückzugsgebiet für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Shannon Erne Waterway Bridge